Der Berner Autor Christian de Simoni (*1979) formuliert in seinem Debütroman authentisch und klug.

Der 1979 geborene Berner Schriftsteller Christian de Simoni legt mit «Rückseitenwetter» einen erschreckend guten Roman-Erstling vor.

Der Berner Autor Christian de Simoni hat mit seinem Roman «Rückseitenwetter» 2011 ein starkes Debüt vorgelegt. In eigenwilliger Sprache erzählt er vom Alltag eines Mittdreissigers, der durch sein Leben dümpelt. Mit Selbstironie, Melancholie und einer guttuenden Direktheit analysiert Simoni in seinem vergnüglichen Text das Leben seiner eigenen Generation.

Diese zarte Geschichte, die er auf leichte und heitere Weise erzählt, ohne den handelnden Personen die Würde und den Ernst zu nehmen, öffnet den Blick des Lesers für die Gefühle und Befindlichkeiten einer Generation zwischen Sex and the City und FAZ am Sonntag. Dabei gelingt es ihm, wie nebenbei auf klassische Erzähl­strukturen der Moderne zurück­zugreifen und souve­ran und stimmungs­voll eine glaub­würdige Geschichte zu erzählen.

Der gebürtige Berner Christian de Simoni, Jahrgang 1979, legt mit seinem Erstlingsroman ein Werk vor, in dem er sich mit Gegenwartsthemen wie Burn-Out, Orientierungslosigkeit, Unterforderung und Übersättigung auseinandersetzt und das Ganze in einer recht eigenwilligen Stilisierung zum Ausdruck bringt.

Dieser Angeklagte wird auch den Jüngsten Tag aussitzen.

Alexander Sury im "Bund"

Erschreckend ist ja an dieser Beziehungsgeschichte, wie die beiden jungen Menschen nichts anderes im Leben sehen und vom Leben erwarten, als dass sie jahrzehntelang so langweilig miteinander leben werden. Da ist Elgin eine ganz andere Persönlichkeit, die nämlich Forderungen stellt, eine Herausforderung bedeutet und wohl gerade deshalb für Chris interessant ist.

Liliane Studer in einem Gutachten der Studer/Ganz-Stiftung